Zum Abruf und Verwendung der Zuwendungsmittel aus dem LuKIFG 

Kreistagssitzung 13.5.2026

Für die Fraktion: Silja Beck

Sehr geehr­te Verwaltung, lie­be Anwesende,

Vor einem Jahr ver­ab­schie­de­te der Bundestag das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz. 

Zur Erinnerung: Die Grünen stimm­ten dem Sondervermögen nach har­ten Verhandlungen erst zu, nach­dem die Zweckbindung für zusätz­li­che! Investitionen in Infrastruktur und Klimaschutz! per Verordnung gesi­chert wurde.

Die heu­ti­ge Sitzungsvorlage schlägt vor, den größ­ten Teil der Zuwendungen für not­wen­di­ge Fahrbahnsanierungen zu ver­wen­den, das sind aller­dings Instandhaltungsmaßnahmen, kei­ne Investitionen. Sowie den Neubau der Strassenmeisterei zu finanzieren.

Durch die momen­ta­ne Sondersituation, in der der Kreis hohe Summen für die Krankenhausversorgung auf­brin­gen muss, ist unser Haushalt außer­or­dent­lich stra­pa­ziert und sei­ne Genehmigungsfähigkeit könn­te gefähr­det sein. Vor die­sem Hintergrund ist der Vorschlag der Verwaltung folgerichtig.

Das eigent­li­che Ziel des Sondervermögens, ziel­ge­rich­tet, nach­hal­tig und ren­tier­lich für Infrastruktur und Klimaschutz ver­wen­det zu wer­den, wird dabei aller­dings ver­fehlt. Investitionen zum Beispiel in die Energie- und Wärmeinfrastruktur vor Ort könn­ten genau dies für die Zukunft leisten. 

Die Zustimmung der Fraktion der Grünen zu dem Verwaltungsvorschlag ist daher die­ser momen­ta­nen finan­zi­el­len Sondersituation geschuldet.

Die noch ver­blei­ben­den 8,9 Mio. soll­ten daher drin­gend in Maßnahmen inves­tiert wer­den, die eine deut­li­che Reduktion der CO2-Emissionen bewir­ken und nach­hal­tig wirk­sam sind.

In die­sem Zusammenhang bit­ten wir die Verwaltung zur prü­fen,  wie der Bodenseekreis und sei­ne Gemeinden zeit­nah mit 100% erneu­er­ba­rem Strom und Wärme ver­sorgt wer­den kön­nen. Dies könn­te zum Beispiel, wie in ande­ren Landkreisen, durch die Gründung einer Kreisenergiegesellschaft oder ande­re geeig­ne­te Maßnahmen erfolgen.

Es soll­te dabei geprüft wer­den, ob, bzw. wie die OEW und ande­re bereits im BSK täti­ge Versorger in eine ent­spre­chen­de Struktur ein­ge­bun­den wer­den kön­nen. Diese neue, oder auch erwei­ter­te Struktur soll­te eine Rendite für den Kreis und sei­ne Gemeinden gene­rie­ren, die in die Transformation der Strom- und Wärmeversorgung reinves­tiert wird. Sie bie­tet dar­über hin­aus die Möglichkeit, pri­va­tes Kapital zu akti­vie­ren und Bürger:innen zu beteiligen.

Vielen Dank

https://www.hunsrueckmittelrhein.de/klimaschutz/aktivitaeten-der-verbandsgemeinde/gruendung-kreisenergiegesellschaft

https://www.hassberge.de/landkreis-hassberge/klima/erneuerbare-energien.html