Heimat? Schutz des Bodenseeufers? Artenschutz? Biotopschutz?

Verbauung des Kressbronner Seeufers durch 125 Luxus-Wohnungen mit 3,5 ha. Geplantes Hotel mit Tiefgaragen und gewerb­li­cher Vermarktung von Oldtimern mit 1 ha.

Eingriff in den Arten-und , LSG, FFH, und Regionalen

Fehlende Ausgleichsmaßnahmen und feh­len­de Monitoringberichte zur Wirksamkeit von CEF-Maßnahmen.

-Wohnen:

  • Artenschutzrechtliches Gutachten vom 29.02.2012
  • Rechtskräftiger vom 25.09.2013/28.11.2013 und Umweltbericht vom 28.11.2013

Das Vorhaben wur­de von der Gemeinde Kressbronn ent­ge­gen den Vorgaben des Landesentwicklungsplans inkl. beschlos­sen. Die Bedenken der betei­lig­ten Behörden wur­den weg gewo­gen. Teile des LSG „Württembergisches “ mit FFH-Gebiet wer­den vom LRA Bodenseekreis auf­ge­ho­ben. Ebenso das geschütz­te Biotop Silberweidensaum am . Ausgleichsflächen wur­den nicht gefor­dert oder geschaffen.

Zum Zeitpunkt der Beschlussfassung war der Planbereich schon in Teilbereichen in den Ende 2013 ver­öf­fent­lich­ten Hochwassergefahrenkarten.

Das Artenschutzrechtliche Gutachten stell­te im Planbereich 71 teil­wei­se streng geschütz­te Vogelarten und 10 teil­wei­se streng geschütz­te Fledermausarten fest. Das Gutachten ging davon aus, das der Uferbeireich natur­nah belas­sen und die Kaimauern nicht ver­än­dert wer­den. Außerdem ging man davon aus, dass meh­re­re geschütz­te Groß und 13 zu erhal­ten­de Baumgruppen wei­ter­hin den fest­ge­stell­ten Arten auch nach der Umsetzung der Baumaßname Lebensraum bie­ten kön­nen. Deshalb wur­den nur für die Fledermäuse und eini­ge Vogelarten, sowie Zauneidechsen CEF-Maßnahmen ver­langt. Die Wirksamkeit soll­te 2012, 2014 und 2016 nach­ge­wie­sen werden.

Im Verlauf der Bauarbeiten wur­den alle Großbäume, da nicht nach DIN gegen die Bauarbeiten geschützt wur­den, gefällt. Alle Baumgruppen wur­den gefällt sowie alles wei­ter GRÜN ver­nich­tet. Der Uferbereich wur­de mit einer Promenade sowie wei­te­ren Bauteilen ver­sie­gelt. Ein Monitoringbericht wur­de min­des­tens 2014 nicht erstellt. Die Eingriffs/Ausgleichsbilanz nach Biotoppunktewerden hat sich nach Fertigstellung der Baumaßname nach unse­ren Berechnungen von + 3000 Punkten auf ca. – 150000 Punkte ver­schlech­tert. Die schrift­li­chen Hinweise und Nachweise des Ortsverband der GRÜNEN Kressbronn sind bis heu­te nicht von der Gemeinde/Baurechtsbehörde, Landratsamt Bodenseekreis und Regierungspräsidium Tübingen geprüft und die Nachverfolgung angeordnet.

Aufhebung Regionaler Grünzug zur Realisierung eines Hotels mit 100 Zimmern und 360 Tiefgaragen und gewerb­li­cher Nutzung von Oldtimern inkl. Werkstätten

Die zwi­schen den neu­en Bodan-Wohnungen und dem Strandbad noch ver­blei­ben­de Freifläche befin­det sich der­zeit im Regionalen Grünzug, LSG, FFH-Gebiet, Natura 2000 und beinhal­tet ein wei­te­res geschütz­tes Biotop. Die vor­han­de­nen Pflanzen und Bäume, Sträucher an den Ufern des Nonnenbachs haben eine hohe Bedeutung für den . Dies hat aus­drück­lich das Gutachten 2012 fest­ge­stellt. Diese Fläche befin­det sich außer­dem im fest­ge­setz­ten Überschwemmungsbereich min­des­tens nach HQ100.

Die Gemeinde Kressbronn hat die Aufhebung des Grünzugs bean­tragt, was in der Folge zur Aufhebung aller ande­ren Schutzbereiche führt. Die 1 ha gro­ße Fläche soll mit einem 4geschossigen Hotel voll über­baut und für eine 3geschossige Tiefgarage Bodenaushub von bis zu 90000m³ vor­ge­nom­men wer­den. Die Auswirkungen auf den Grundwasserabfluss und auf die bebau­ten Anliegerbereiche sind nicht bekannt. Der Regionalverband will in der Sitzung am 20.07.2018 die Aufhebung des Grünzugs beschlie­ßen. Dies, obwohl in einer Beteiligungssitzung der Behörden am 01.02.2018 von den Behörden erheb­li­che Bedenken geäu­ßert wor­den sind. Dem Arten-und Biotopschutz wür­de damit ein wei­te­rer emp­find­li­cher Schaden zuge­fügt. Die Grünzugfläche müss­te statt des­sen rena­tu­riert und die durch Bodan-Wohnen ver­ur­sach­ten Eingriffsschäden auf die­ser Fläche aus­ge­gli­chen werden.

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