Grünen-Antrag zur Klimaanpassung

Fraktion will Vorsorge für die nächste Hitzeperiode 2027 treffen

(01.10.2026, hs) Aus der Erfahrung des zurück­lie­gen­den Sommers hat die Tettnanger Grünen-Fraktion fol­gen­den Antrag eingebracht:

Sehr geehr­te Frau Bürgermeisterin Rist,
sehr geehr­te Damen und Herren der Verwaltung,
sehr geehr­te Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat Tettnang,
unse­re Fraktion stellt fol­gen­den Antrag:

  1. Die Verwaltung wird beauf­tragt, Möglichkeiten zur Klimaanpassung ins­be-son­de­re in der Innenstadt mit den Einkaufsstraßen zu unter­su­chen und dem Gemeinderat zur wei­te­ren Beschlussfassung vorzulegen.
  2. Im Haushaltsplan 2027 sind für die Umsetzung sol­cher Maßnahmen Mittel in Höhe von 20.000 € ein­zu­stel­len, vor­be­halt­lich der abschlie­ßen­den Haushaltsberatungen.

Begründung:

Dieses Jahr war der Sommer durch eine lan­ge Hitzeperiode mit außer­or­dent­lich hohen Tem-pera­tu­ren und kei­nen Niederschlägen geprägt. Dies hat sich ins­be­son­de­re auch in der Innen-stadt bei über­wie­gend mit Stein ver­sie­gel­ten Böden bemerk­bar gemacht und die Aufent-halts­qua­li­tät in die­sem Bereich ein­ge­schränkt. Dies dürf­te sich auch auf das Einkaufsverhal-ten in der Innenstadt nega­tiv nie­der­ge­schla­gen haben.
Für unse­re Fraktion haben zwar nach wie vor Klimaschutzmaßnahmen Vorrang, die geeig­net sind, den Ursachen sol­cher Klimaveränderungen ent­ge­gen­zu­wir­ken, nichts­des­to­trotz soll­te man auch Maßnahmen in Betracht zie­hen, wel­che die Auswirkungen redu­zie­ren kön­nen. An-gesichts des Fortschreitens des Klimawandels ist eher mit einer Verschärfung die­ser Situati-on, also mit wei­te­ren Hitzeperioden zu rech­nen, deren Länge eben­so zuneh­men wer­den, wie die zu erwar­ten­den Temperaturen.
Daher soll­ten wir mit Gegenmaßnahmen nicht zuwar­ten, bis uns die nächs­te Hitzeperiode 2027 erreicht, son­dern Herbst/Winter/Frühjahr nut­zen, um zu unter­su­chen, wel­che Maß-nah­men mög­lich und geeig­net sind, um die Aufenthaltsqualität ins­be­son­de­re in unse­rer In-nen­stadt zu erhö­hen und um sol­che Maßnahmen recht­zei­tig umzusetzen.

In der Innenstadt kämen bei­spiels­wei­se fol­gen­de Maßnahmen in Betracht:

  • Reduzierung von Pflasterflächen. Steinmaterial spei­chert Wärme und Hitze und gibt die­se lang­sam wie­der ab. Durch eine Reduzierung von Pflasterflächen könn­te die­se Wirkung ver­rin­gert werden.
  • Beschattung von Verkehrsflächen z.B. durch Sonnensegel u.ä.
  • Beschattung durch Pflanzung von Bäumen.
  • Installation von Geräten zur Wasserzerstäubung, was zu einem loka­len Kühlungseffekt bei­tra­gen kann.

Mit freund­li­chen Grüßen
Hans Schöpf
für die Fraktion
von Bündnis 90/Die Grüne

Aus dem Gemeinderat