Kreistagssitzung am 28. Juli 2026
In der Kreistagssitzung vom 28.07.2026 haben wir auch einen Grundsatzentscheid zum Erwerb des Klinikums Tettnang getroffen. Zur Erinnerung: AMEOS wollte und will das Klinikum nicht fortführen, das OSK möchte auch nach der nicht erfolgten Fusion von MCB und OSK in Tettnang ein ambulantes OP-Zentrum betreiben, die OP-Säle sind neu und waren noch unter der Regie von Friedrichshafen finanziert und eingerichtet worden. Außerdem betreibt das OSK in Tettnang bereits das MVZ. Die Vorlage der Verwaltung findet Ihr hier: TOP 15 Stationäre Gesundheitsversorgung im Bodenseekreis – Weitere Schritte – außerplanmäßige Mittelbereitstellung und Sachstandsbericht
Dem Antrag der Verwaltung wurde einstimmig zugestimmt.
Fraktionserklärung
Zu TOP Erwerb Klinikum Tettnang (es gilt das gesprochene Wort):
Sehr geehrter Herr Landrat, sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung, sehr geehrte anwesende Presse, sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, liebe Ratskolleginnen und Ratskollegen,
auch wir Grünen begrüßen ausdrücklich, dass der Bodenseekreis das ehemalige Klinikgelände in Tettnang erwirbt.
Mit diesem Schritt sichern wir uns die Möglichkeit, die zukünftige Entwicklung dieses wichtigen Standortes selbst zu gestalten. Wir haben Handlungsspielraum – sowohl für die Gesundheitsversorgung als auch für die weitere Entwicklung des Areals. Wir sind so auch einmal vor der Welle………handeln also nicht reaktiv, sondern vorausschauend.
Besonders wichtig ist uns, dass die medizinische Nutzung nicht verloren geht. Dass die OSK ein Medizinischen Versorgungszentrum betreibt und Interesse an einem ambulanten OP-Zentrum hat, ist deshalb ein sehr gutes Signal. Auf diese Weise bliebe eine wohnortnahe ambulante bzw. teilstationäre Versorgung für die Menschen in Tettnang und der Region erhalten.
Gleichzeitig beginnt mit dem Erwerb jetzt erst die eigentliche Aufgabe. Gemeinsam mit der Stadt Tettnang brauchen wir eine langfristige und nachhaltige Perspektive für das gesamte Gelände.
Dabei sollte aus unserer Sicht nicht allein die Frage im Vordergrund stehen, welche Nutzung den höchsten finanziellen Ertrag verspricht. Ein so besonderer Standort verdient eine Entwicklung, die den Menschen langfristig zugutekommt. Wir sollten hier die Chance nutzen, ein Quartier zu entwickeln, das Gesundheitsversorgung, bezahlbares Wohnen, Klimaanpassung und Lebensqualität zusammendenkt.
Wir stimmen dem Erwerb deshalb gerne zu und freuen uns auf die gemeinsame Diskussion über die Zukunft dieses besonderen Ortes.
Silvia Queri/Fraktionssprecherin