Stadträtin Andrea Appenmaier berichtet
(22.07.2026, aa) Großes Thema in der Sitzung war die Bedarfsplanung der frühkindlichen Bildungseinrichtungen sowie die Beratung und Beschlussfassung über die Erhöhung der Gebühren in den Kindertagesstätten. Sowohl Eltern als auch Verwaltung waren sich einig darin, dass die Gespräche im Vorfeld sehr gut waren und auf Augenhöhe geführt wurden. Das dauerhafte und große Problem in diesem Bereich wie in vielen anderen öffentlichen Belangen ebenso ist, dass die Anforderungen und Vorschriften von Bund und Land oft sehr hoch sind, die notwendigen Mittel dazu werden den Städten aber nicht zur Verfügung gestellt.
Kurz ein paar Zahlen zu Tettnang: insgesamt haben wir in Tettnang ca. 7 Mio. Ausgaben in Bereich der Kinderbetreuung. 33% davon werden vom Land getragen, 12% kommen in Tettnang über die Elternbeiträge wieder rein, 1,5% Einnahmen kommen aus der Verpflegung. Damit bleiben 53% der Kosten, diese werden von der Stadt übernommen. Trotz der hohen Kosten, die die Stadt trägt, bieten wir im Bereich der Kinderbetreuung auch noch zusätzliche Leistungen an, z. Bsp. den heilpädagogischen Fachdienst. Bei all dem darf nicht übersehen werden, dass Tettnang im Vergleich zu anderen Gemeinden in der Umgebung noch günstige Beiträge berechnet. Ungesehen davon sehen wir von Bündnis 90/Die Grünen hier noch Möglichkeiten, die Finanzierung umzugestalten. Sei es über eine einkommensabhängige Gebührengestaltung oder auch über eine gänzliche Befreiung von Gebührenzahlungen für die Kinderbetreuung. Schlussendlich wurde in der Sitzung die Erhöhung wie beantragt beschlossen.
Ein weiterer wichtiger Informationspunkt in der Sitzung waren die Berichte des Integrationsbeirates, des Integrationsmanagements und des sozialen Dienstes. Tettnang hat hier weiter viel zu leisten und zu bewältigen in dieser für unsere Gesellschaft so wichtigen Aufgabe. Leider muss in diesem Bereich aktuell mit weniger Personal gearbeitet werden. Hier kommt es im Zuge der Haushaltskonsolidierung zu Einsparmaßnahmen, die wir so gerne nicht gehabt hätten.
Im Weiteren berichteten die Ortschaften Kau, Tannau und Langnau über das vielfältige Leben in den Ortschaften mit den vielfältigen Vereinen und ehrenamtlich Tätigen.
Sehr froh sind wir, dass die Organisation des Stadtbusverkehrs in seiner bestehenden Form für weitere zwei Jahre verlängert wurde und es hier zu keinen Einschränkungen kommt.
In der Verwaltung selbst soll das Thema Digitalisierung vorangetrieben werden. Aus diesem Grund wurde die IT-Abteilung nun direkt dem ersten Beigeordneten Hr. Jung unterstellt. Hoffen wir, dass damit wirklich mehr Schwung in diesen Bereich kommt, damit unter anderem unsere Schulen und Kindergärten eine bessere digitale Unterstützung durch die Verwaltung bekommen.
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Bildquellen
- Stadtratsfraktion Tettnang: © Hans Schöpf