Mehr BioBitte!

Frank Heimpel-Labitzke | v.l.n.r.: Mehr BioBitte am 23.06.26. Für unsere Fraktion dabei: Frank Heimpel-Labitzke, Martina Han, Ulrike Lenski, Silja Beck

Bei der vom Landwirtschaftsamt des Bodenseekreises initi­ier­ten Veranstaltung für mehr Bio-Anteil in öffent­li­chen Küchen war die Kreistagsfraktion der Grünen mit 4 Personen als ein­zi­ge Kreistagsmitglieder stark ver­tre­ten. Organisiert und gelei­tet von Ökonsult GbR gab es vie­le Impulse zur Förderung regio­na­ler Bioprodukte in kom­mu­na­len Küchen. Ökunsult sel­ber mach­te deut­lich, dass die poli­ti­sche Willensbekundung für mehr regio­na­le Bioprodukte in öffent­li­chen Küchen ein wich­ti­ger Impuls für Verarbeiter und Erzeuger ist. Dabei ist ein Bio-Anteil von 30% ohne höhe­re Kosten mög­lich und eine Steigerung auf 50% wäre mit nur gering­fü­gi­gen Kostensteigerungen ver­bun­den. Drei Impulsvorträge von Menschen aus der Praxis in unse­rer Region lei­te­ten zu einem enga­gier­ten Austausch in Kleingruppen über

Warum mehr regio­na­le Bioprodukte in den öffent­li­chen Küchen?
Der ver­stärk­te Anbau regio­na­le Bio-Produkte und die Stärkung der hei­mi­schen Bio-Landwirtschaft hat selbst­re­dend posi­ti­ve Effekte auf Ökologie, Biodiversität und Klimaschutz. Ein wei­te­rer, oft ver­nach­läs­sig­ter Aspekt ist, die Ernährungssicherheit in der Region zu stär­ken und die Abhängigkeiten von Lieferketten und Importware zu redu­zie­ren. Wenn unse­re hei­mi­sche Bio-Landwirtschaft gesi­cher­te und wach­sen­de Abnehmer in den öffent­li­chen Küchen hat, loh­nen sich Investitionen und Umstellung auf Bio und fol­gen­de Generationen kön­nen auf ein soli­des Fundament aufbauen.

Mögliche Stellhebel

Wichtig dürf­te sein, auch unkon­ven­tio­nel­le Wege zu gehen. Die erfolg­rei­chen Praktiker:innen schil­der­ten, dass ein star­ker Stellhebel ist, bei Ausschreibungen für die Versorgung in Kindergärten, Schulen und Pflegeeinrichtungen eine Quotierung incl. eines Bonuspunkteschlüssel, abhän­gig vom Anteil der Bioprodukte am Angebot zu ver­an­schla­gen. Im Idealfall gekop­pelt an eine stu­fen­wei­se Steigerung des Anteils.

  • Das glei­che gilt für das Thema Regionalität.
  • Einige Kommunen arbei­ten erfolg­reich mit Eigenbetrieben.
  • Auch das Dialogprinzip, also vor der Ausschreibug in den Dialog mit Anbietern zu gehen ist durch­aus erfolgversprechend.
  • In länd­li­che­ren Regionen wie eini­gen Teilen des Bodenseekreises könn­te auch ein Zusammenschluss meh­re­rer Kommunen wei­ter­hel­fen, um zum Beispiel über ver­läss­li­che Abnahmen einen Caterer zu gewin­nen, ein ent­spre­chen­des Angebot zu gestalten.

Ihr habt Fragen? Sucht Ansprechpartner? Wendet Euch ger­ne an uns

Für die Fraktion

Silja Beck, Frank Heimpel-Labitzke

Bildquellen

  • Mehr Biobitte: eigen
Première